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Ein kleiner Bruchteil des Mülls, der nach dem Modular-Festival in den Grünflächen zurück blieb:

Der Wittelsbacher Park soll jetzt jedes Jahr plattgewalzt werden!

Verunstalter des Modular-Festivals wollen auch über 2017 hinaus dauerhaft im Landschaftsschutzgebiet feiern. Vogelmonitoring fiel dieses Jahr komplett aus. Will sich die Stadt an den Anwohnern sowie einer demokratischen Entscheidung vorbeimogeln? Schäden werden vehement heruntergespielt und Lügen verbreitet. Sogar ein ganzer Online-Artikel in der Augsburger Allgemeinen ist verschollen.

Es ist wie im Film "Und täglich grüßt das Murmeltier. Auch dieses Jahr hat sich die Stadt unter fadenscheinigen Ausreden gegönnt, unser Landschaftsschutzgebiet Wittelsbacher Park vermüllen und plattwalzen zu lassen. Unter dem Deckmatel der "Kultur" wurde durch Oberbürgermeister Gribl, Umweltreferent Reiner Erben, Kulturreferent Weitzel und große Teile der Stadtverwaltung wieder einmal ermöglicht, dass 30.000 Leute Vögel in ihrer Brutzeit sowie tausende Anwohner stören, ihren Müll verteilen, wo sie nur gehen und stehen und einige Hektoliter Bier zusammensaufen. Damals, in dem kleinen Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, hätte man uns mit der Schrotflinte verfolgt, wenn wir die Wiesen unserer Nachbarn derart verunstaltet hätten. Heute wird so was vom OB beklatscht. Warum bedeutet Kultur nicht, dass zur Abwechslung mal etwas repariert wird? Herr OB Gribl glaubt offensichtlich, dass Kultur auschließlich aus dem Anstechen und Aussaufen von Bierfässern besteht.

Und auch das Geschwafel von der Toleranz und der Liebe, die auf dem Festival gelebt werden, kann man sich sparen, wenn man rücksichtslos die ganze Innenstadt mit Disco-Lärm beschallt und keinen einzigen der Anwohner fragt, ob er damit einverstanden ist, dass Gemeinschaftseigentum, in diesem Fall der Wittelsbacher Park, der zur Erholung der Bürger dienen soll, mutwillig zerstört werden soll. Dass sich aus solchen Zuständen Widerstände ergeben, können die Verantwortlichen nicht verstehen und versuchen, mit allen nur erdenklichen Mitteln ihren Egoismus gegen alle anderen durchzusetzen. Ein Vogelmonitoring, wie es letztes Jahr vom LBV durchgeführt wurde, um festzustellen, wie sich das Festival auf die Vogelwelt im Park auswirkt, hat man in diesem Jahr komplett ausfallen lassen. Für die Grünen ist das Festival sogar eine Art Leuchtturm der Nachhaltigkeit. Wer versteht das?

Neuerdings ist die Stadt unter Federführung von OB Gribl und seiner Kommunikationsabteilung auf einen neuen Trip gekommen: Man will jetzt einen Bürgertalk veranstalten, um zu demonstrieren, dass man die Bürger gefragt hat, um dann vermutlich einfach weiter zu machen, wie bisher auch schon. Doch was hat es mit Demokratie zu tun, wenn man in einem Forum überwiegend Leute sitzen hat, die -zumeist aus kommerziellen und/oder machtpolitischen Gründen- ein großes Interesse daran haben, den Park auch weiterhin den Geiern und Heuschrecken zum Fraß vorzuwerfen, zumal ja auch nicht besonders viel Wert darauf gelegt wird, dass die Bürger über den Termin informiert werden. Wenn man einen entsprechenden Artikel, der am 02.08. in der Online-Ausgabe der Augsburger Allgemeinen erschienen ist, über Google versucht zu öffnen, kann man nur lesen: "Seite nicht gefunden - 404". Komisch, sonst erscheinen mindestens 12 Artikel in 8 verschiedenen Zeitungen, wenn Herr Gribl auch nur einen einzigen Furz lässt, aber diese Sache scheint dem OB doch ziemlich unangenehm zu sein. Und den Termin aus der Printausgabe haben viele Betroffene bis Oktober mit Sicherheit vergessen. (Edit 10.08.:) Die Stadtzeitung gab den Termin nun auch bekannt, nur nicht in der Online-Ausgabe, nicht dass die, die den Termin bis dahin vergessen haben, diesen noch kurz vorher wiederfinden. ;-) (Edit 12.08.:) Jetzt endlich auf Facebook als Veranstaltung, der Bürgertalk zum Modular-Festival.

Ich glaube zwar nicht daran, dass dieser Bürgertalk irgendeinen Beitrag zur Demokratie leisten kann, geschweige denn einen vernünftigen Kompromiss hervorruft, zumal die bei dem Festival zuhauf begangenen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten statt aufgearbeitet einfach verschwiegen werden. Jedoch möchte ich alle, die das hier lesen, aufrufen, sich den Bürgertalk anzuschauen, um sich ein Urteil darüber bilden zu können, wie von städtischen Behörden und politischen Organisationen sowohl mit Gemeinschaftseigentum, mit den Bürgern, unseren Lebensgrundlagen und nicht zuletzt mit der in Deutschland schwer erkämpften Demokratie umgegangen wird. Wir werden sicher viel lernen können.

Kommen Sie zahlreich zum

Bürgertalk

Modular-Festival

Mittwoch, 04.10.2017, Kongress am Park, Großes Foyer

(Eventuelle Änderungen gebe ich rechtzeitig hier bekannt)

(Bitte weitersagen bzw. verlinken. Danke.)

Es ist unser Park!

Auch diese junge Krähe schaffte es nicht, das Modular-Festival zu überleben:

Nicht, dass er vergessen wird, der Artikel über die Terminierung des Bürgertalks:



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